Datum: 6. Mai 2013; Zeit: 18.00-20.00 Uhr
Veranstaltungsort:
BLLV-Landesgeschäftsstelle, Bavariaring 37, 80637 München
Anmeldung:
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Beschreibung:
Das
Forum Bildungspolitik in Bayern bringt sich aktiv in den Wahlkampf zur Landtagswahl 2013 ein. Das Ziel: Diese Bayerische Landtagswahl zur
Bildungswahl zu machen!
Die Teilnehmer werden mit Vertretern der 5 derzeit im Bayerischen Landtag vertretenen Fraktionen in einer außergewöhnlichen Veranstaltungsform diskutieren. Das Besondere daran, nicht nur die
Politiker/innen dürfen reden, sondern auch die Teilnehmer!
Das Forum Bildungspolitik in Bayern, das 44 Mitgliedsorganisationen vertritt, verabschiedete 5 zentrale Forderungen:
- Bildung ganzheitlich, gerecht und inklusiv gestalten!
- Die Professionalität stärken!
- Eigenverantwortung für demokratische Schule - Schul
e in Freiheit entlassen
- In Bildung intelligent investieren!
- Bildung ist mehr als Schule: Stärkung des außerschulischen Bereichs!
Zugesagt haben Abgeordnete des Bayerischen Landtags
aller fünf Fraktionen:
- Georg Eisenreich: Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport, Bildungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion
- Martin Güll: Stv. Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport, Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
- Michael Piazolo: Hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion Freie Wähler, Stellvertretender Landesvorsitzender der Freien Wähler Bayern
- Margarete Bause: Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag
- Renate Will: Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport, Bildungspolitische Sprecherin und Stv. Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion
Das Forum Bildungspolitik in Bayern hat bereits vor der Veranstaltung Wahlprüfsteine an die jeweiligen Parteien geschickt und um Stellungnahme gebeten. Sie finden die Wahlprüfsteine und die zugegangenen Antworten auf folgender Homepage: Forum Bildungspolitik
Das Forum will am 6. Mai mit den Politiker/innen in einen ernsthaften Dialog treten. Deshalb wird keine übliche Podiumsdiskussion durchgeführt. Die Vertreter/innen der Parteien haben am Beginn und am Ende der Veranstaltung jeweils genau 3 Minuten Zeit, zu allen Teilnehmer/innen gleichzeitig zu sprechen. Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung aber sind die Teilnehmer! Sie sollen die Möglichkeit haben, mit allen fünf Politiker/innen wirklich in ein Gespräch zu kommen. Deshalb werden gleichzeitig fünf Gesprächsrunden eingerichtet – jeweils eine Gesprächsrunde für einen der Gäste zu
den o.g. fünf Forderungen. Binnen einer Stunde werden Sie die Möglichkeit haben, mit allen fünf Politiker/innen zu sprechen und Ihre
Fragen und Meinungen zu allen fünf genannten Themenbereichen zu formulieren.
Im Anschluss an die Begegnung mit den Politiker/innen besteht die Gelegenheit bei einem kleinen Imbiss in einen Dialog mit den anwesenden Mitgliedern des Forum Bildungspolitik in Bayern
oder den Politiker/innen zu treten.
4 Landtagsabgeordnete im inklusiven Zirkellauf
4 Abgeordnete. 4 Räume. 4 x 30 Minuten.
In vier verschiedenen Themenräumen des Evangelischen Bildungswerks stellten sich vier Landtagsabgeordnete Fragen zur Inklusion im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung und beim Wohnen. Organisiert und durchgeführt wurde die dynamische Veranstaltung von Sascha Schneider (Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen Regensburg e.V.) und Carsten Lenk (Evangelisches Bildungswerk Regensburg e.V.) Dabei wurden sie vom Landeselternbeirat der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V. unterstützt.
Die 50 Teilnehmer entschieden sich zu Beginn für einen der vier Räume, dort wurden sie nach jeweils 30 Minuten von einem anderen Abgeordneten aufgesucht. Beispiel: Runde 1: Während Margit Wild (SPD) sich zur Inklusion im Kindergarten (Raum 1) äußerte, argumentierte Tanja Schweiger (FW) gleichzeitig im Raum 2 zum Bereich Schule. Im Raum 3 nahm Sylvia Stierstorfer (CSU) Ideen zu mehr Gemeinsamem Wohnen entgegen, während der aus dem Allgäu angereiste Thomas Gehring (Grüne) Inklusion und Ausbildung näher zusammen brachte. Nach 30 Minuten forderte der blinde Geiger Gisbert Müller durch Fanfarenstücke die Abgeordneten zum Raum- und damit auch Themawechsel auf.
Kindergarten
Laut Wild bekommen die SVEs immer weniger Kinder und werden sich in Zukunft auflösen. Die Eltern üben hier bereits enormen Druck auf reguläre Kindergärten aus, ihr Kind mit Beeinträchtigung aufzunehmen. Und viele Eltern wissen noch gar nichts über ihr Recht auf vorschulische Inklusion. Eine Teilnehmerin forderte daraufhin, die Sondereinrichtungen abzuschaffen, dann wären auch die Kinder uninformierter Eltern in den richtigen Bahnen. Wild: „Es gibt auch Mütter, die eine SVE wollen“. Gehring hingegen lenkte beim Thema Kindergarten den Blick mehr auf bildungsökonomische Argumente. Gehring: „Die ersten Jahre sind entscheidend. Leider geben wir dennoch durchschnittlich am meisten Geld für die Sekundarstufe aus.“ Hier könne man effizienter Bildung gestalten. Im Falle einer Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl würden die Grünen den Kindergartenbereich dem Kultusministerium übergeben, um den Übergang vom Kindergarten zur Schule gewinnbringender zu organisieren.
Schule
Die meisten Teilnehmer entschieden sich für den Raum Schule, und bekamen dort auch die unterschiedlichsten Ansichten präsentiert. Die Öffnung der Förderschulen für nichtbehinderte Schüler war ein häufiges Gesprächsthema. Schweiger: „Es ist klar, dass wesentlich mehr Kinder auf die Regelschulen gehen könnten. Ich finde es aber auch als sehr guten Weg, dass sich Förderschulen weiter öffnen.“ Sie kämpfe dafür, dass die geeignetste Schule zugänglich gemacht werde. Dann müsse halt die Beförderung gezahlt werden. Im Mittelpunkt solle jedoch die wohnortnahe Beschulung stehen. Auch Stierstorfer empfinde eine Öffnung der Förderschule als richtig und bot der Elternbeiratsvorsitzenden der Bischof-Wittmann-Schule an, ihr bei der Öffnung der Förderschule zu unterstützen.
Fotos zur Veranstaltung:
Weiterlesen: Veranstaltungsbericht: 2. Regensburger Inklusions-Workshop